Kernaussage

interoperable - interoperabel, also durch verschiedene Systeme verarbeitbar, zu sein ist eine der Kernforderungen an Datensätze im Forschungsdatenmanagement, da Daten ohne diese Eigenschaft oft nicht oder nur schwer zugänglich sind und nicht weiter genutzt werden können.

Kontext / Hintergrund

Oft liegen automatisch erfasste Daten oder Daten, welche mit Spezialanwendungen verarbeitet wurden, in proprietären, herstellerspezifischen Dateiformaten vor. Diese Dateiformate benötigen entsprechende Programme (und ggf. Lizenzen) um Zugang zu den Daten zu erhalten und diese verarbeiten zu können, was nicht für alle Datennehmer möglich ist.
Dabei ist nicht nur der finanzielle Aufwand ein Hindernis bei der Datennutzung, sondern oft auch die technische Weiterentwicklung. Die Verfügbarkeit von Geräten und Programmen, welche für eine Nutzung notwendig wären, kann in der Zukunft nicht mehr gegeben sein.

Praxis‑Tipps/Didaktik/Beispiele

Bei der Erfassung, Verarbeitung und Speicherung von Daten sollte daher …

  • … versucht werden von Anfang an frei verfügbare Standardformate und freie Programme zu nutzen.
  • … stets eine Version der Daten in einem frei verfügbaren Format zusätzlich zu proprietären Formaten abgespeichert werden.
  • … immer das exakte Dateiformat sowie die exakten Versionen der verwendeten Programme in den Metadaten mit angegeben werden.
  • … ggf. die gesamte genutzte Programmumgebung (ggf. mit Betriebssystem) gesichert werden (Abbilder von virtuellen Maschinen, Container-Dateien,…).
  • Die Einhaltung aller FAIR-Prinzipien von Projektstart an erspart viel Arbeit bei einer abschließenden Kuratierung und Archivierung der Datensätze, da alle hierfür notwendigen Vorbedingungen und Metadaten bereits in geeigneter Form vorliegen.

Quellen

  • (Literatur+Note oder URL+Date)

Ausgehende Verknüpfungen

Eingehende Verknüpfungen